• 29. Juni 2018

Domonda will Steuerberatern bei Digitalisierung helfen

Domonda will Steuerberatern bei Digitalisierung helfen

Domonda will Steuerberatern bei Digitalisierung helfen 800 458 Clarissa Haas

Pressemeldung Extrajournal.net

Domonda will Steuerberatern bei Digitalisierung helfen

Wien. 75% der KMU haben ihre Buchhaltung bei Steuerberatern ausgelagert. Der Markt werde durch Software überschwemmt, die das falsche Versprechen einer Do-it-yourself-Buchhaltung vermittle, heißt es beim Fintech Domonda: Man will Profis und Klienten rechtskonform per Cloud vernetzen.

Moderne Mandanten werden immer anspruchsvoller und erwarten sich einen Mehrwert durch die digitale Belegverarbeitung, heißt es bei dem Wiener Start-up: Durch die Digitalisierung verschärfe sich der Preisdruck auf das klassische Gewerbe der professionellen Buchhaltung. Die meisten Online-Buchhaltungslösungen erfüllen aber nicht die Erfordernisse eines professionellen Buchhalters bzw. Steuerberaters.

Domonda will durch seine Lösungen sämtliche Abläufe automatisieren helfen – von den Finanzprozessen der Unternehmen bis hin zur Belegverarbeitung. Die papierlose Kanzlei spare allen Beteiligten Zeit und Geld: Die Softwarelösung reduziere die Kosten für die Belegverarbeitung; auf dem Weg in die volldigitale Kanzlei stehe man Kunden beratend zur Seite und führe sie durch den Prozess – den Anfang mache eine individuelle Digitalisierungs-Roadmap.

Vorteile der Automatisierung?

„Wir unterstützen unsere Kunden dabei, die umfassenden Vorteile der Automatisierung für ihre Zwecke zu nützen“, so Michael Haller, CEO von Domonda. Er sieht seine Lösung als einzige Automatisierungs-Software im Accounting-Bereich, die die professionellen Ansprüche von Steuerberatungen erfülle und gleichzeitig deren Mandanten tagesaktuelle, moderne Finanzprozesse liefere.

Man zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen Steuerberatern und Mandanten im positiven Sinn zu verändern und dabei auch neue Geschäftsfelder für Steuerberater zu eröffnen, wird versprochen. Die Lösung integriere sich in die bestehenden Systeme der Steuerberatungskanzleien, liefere tagesaktuelle Finanzinformationen und künftig auch Reports. Routinemäßige Buchhaltungsprozesse wie die Belegerfassung, die Zuweisung von Sachkonten und Steuercodes sowie das Auslesen der Debitoren und Kreditoren erfolgen laut den Angaben vollautomatisch.

Weitere Features sind die Volltextsuche in allen Belegen und die Erledigung von Banküberweisungen direkt aus der App. Ausgelesene Belege können als Excel / CSV exportiert oder für Analysen tagesaktuell verwertet werden. Einzelne Belege können aus der App bezahlt, Sammelüberweisungen per XML-Export generiert werden. Durch das Einscannen und Verarbeiten von Belegen für die Umsatzsteuervoranmeldung (UVA) bzw. den Jahresabschluss sei das Ringen mit Excel-Spreadsheets zu den Stichtagen vorbei.

Besonders auf die Bedürfnisse der Steuerberater ziele die Cloud-Software durch Extrahieren der relevanten Rechnungsmerkmale aus den Rechnungen und Belegen ab: Diese werden demnach für den Profi-User in der Kanzlei geordnet und übersichtlich aufbereitet. Was sollen die Steuerberater mit der so – hoffentlich – frei gewordenen Arbeitszeit tun? Sie sinnbringend in zusätzliche Services rund um Zahlungsverkehr, Offene-Posten-Listen und Reportings investieren, heißt es. Die neuen Geschäftsmodelle werten das Berufsbild des Buchhalters auf, der mit der Zeit in die Rolle eines „externen CFOs“ seiner Mandanten hineinwachsen könne.

Das Problem mit dem Know-how

Wieso aber sieht Domonda bei Konkurrenz-Lösungen falsche Versprechen in puncto steuerrechtskonforme Aufbereitung? Jedenfalls hänge diese zu sehr vom Know-how des Kunden ab. „In der Regel verfügen die Benutzer selbst nicht über ausreichend Fachwissen, um ordnungsgemäße Umsatzsteuervoranmeldungen (UVA) zu erstellen. Daher sind Lösungen gefragt, die die Intelligenz mitbringen, die mangelnde Fachkenntnis auszugleichen und den Anwender clever durch den Prozess zu begleiten“, meint der Domonda-CEO : „Selbst wenn die Software technisch eine Lösung bereitstellt, muss der Verwender letztlich noch immer wissen, was er damit machen muss. Splitbuchungen, Abschreibungen, Rückstellungen, Abgrenzungen sind einige Beispiele, für die Komplexität der Materie.“

Wenn die Software etwa keinen BMD-kompatiblen Export anbiete, erfordere der Jahresabschluss am Ende erst recht einen enormen Aufwand, sodass Sach- und Personenkonten sowie die gesamten Rechnungen erst wieder eingespielt und verarbeitet werden müssen. In diesem Prozess stecke viel Redundanz und Ineffizienz.

Das Unternehmen

Seine Lösungen entwickelt Domonda für Steuerberatungskanzleien in Österreich und Deutschland. Die Kanzleien Ecovis und Steirer, Mika & Comp zählen zu ersten Kunden, die in Summe über 4.000 Mandanten betreuen, wie es heißt. Heuer werde man bis zu 400.000 Belege verarbeiten.

Das achtköpfige Team rund um CEO Haller hat zuletzt 385.000 Euro über das Investoren-Netzwerk primeCrowd erhalten. Die Business Angels Stefan Kainz (Growth Ninjas), Konrad Kreid (Sportnahrung.at) und Johannes Cech (vormals Geizhals.at) gingen an Bord.

Für Haller selbst ist es bereits das vierte Unternehmen, das er gegründet hat. Und mit den drei Vorgängern, so heißt es, war er bei drei verschiedenen Steuerberatern – und in allen drei Fällen mit dem Service nicht ganz zufrieden, der Mehrwert habe gefehlt.

So entstand aus einem eigenen Bedürfnis der Antrieb, etwas an der Situation der Mandanten zu verbessern. Während für den Betriebswirt außer Frage stand, dass Buchhaltung in professionelle Hände gehört, habe ihn die persönliche Erfahrung gelehrt, dass Steuerberatern oft das Bewusstsein für den Zusatznutzen fehle. Seine Vision: Steuerberater sollen künftig „digitale Service-Hubs“ für Klein- und Mittelbetriebe sein.

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