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Steuerberater wechseln 2022 [Leitfaden, Tipps & Alternative]

Sie sind unzufrieden mit Ihrem Steuerberater? Hier erfahren Sie alles zum Thema Steuerberater-Wechsel: Kosten, ob eine Kündigungsfrist einzuhalten ist und welche Alternativen zu einem Steuerberater es gibt.
Inhalt

Das Kalenderjahr neigt sich dem Ende zu und der letzte Jahresabschluss liegt für viele Unternehmen noch gar nicht lange zurück. Und dadurch erinnert man sich auch an die nervenaufreibende Kommunikation mit dem Steuerberater. Tatsächlich ist die Unzufriedenheit mit dem Steuerberater keine Seltenheit. Früher hat man ein Wechsel oft gemieden oder jahrelang hinausgezögert. Denn ein Steuerberater-Wechsel war oft mit viel Mühe verbunden – und das ohne Garantie auf echte Verbesserung. 

Mittlerweile hat sich das Blatt aber gewendet, nicht zuletzt aufgrund neuer Möglichkeiten des Steuerberater-Vergleichs. Auch die Digitalisierung trägt zu einer höheren Transparenz von Buchhaltungsservices bei und vereinfacht zudem den Prozess beim Wechsel des Steuerberaters.  

Wenn Sie vorhaben, Ihren Steuerberater zu wechseln, dann können Sie sich hier über die wichtigsten Dinge informieren: Angefangen von den Kosten des Wechselns, der Kündigungsfrist, was der beste Zeitpunkt für einen Steuerberater-Wechsel ist und welche Steuerunterlagen Sie übergeben müssen. Manchmal ist es durchaus auch ratsam, dass Sie nicht nach einem anderen Steuerberater suchen, sondern sich digitale Alternativen ansehen und somit Kosten reduzieren. 

Steuerberater wechseln Kosten 

Wenn man seinen Steuerberater zum falschen Zeitpunkt kündigt, können Mehrkosten entstehen. Es gibt zwar keine Abfindung für den Steuerberater oder ähnliches, aber es kann durchaus sein, dass man “doppelt zahlt”. Damit ist gemeint, dass das Unternehmen eventuell für noch erbrachte Leistungen des alten Steuerberaters zahlen muss, die der neue Steuerberater dann aber wiederholen muss. Wenn man aber den richtigen Zeitpunkt für die Kündigung wählt, kann man seinen Steuerberater, ohne spezifische Gründe zu nennen, kündigen. Dann können Sie einfach und kostengünstig zu einem anderen wechseln. 

Steuerberater kündigen

Wenn Sie Ihren Steuerberater kündigen wollen, sollten Sie ein paar Kleinigkeiten beachten. Dazu zählen unter anderem die Kündigungsfrist, den richtigen Zeitpunkt und das Zurückbehaltungsrecht. Damit eine Kündigung des Steuerberaters für Sie einwandfrei abläuft, erklären wir die wichtigsten Punkte.

Kündigungsfrist beim Steuerberater-Wechsel 

Eine gesetzliche Kündigungsfrist für Steuerberater gibt es grundsätzlich nicht, wenn man seinen Steuerberater kündigen möchte. Die rechtliche Situation ändert sich aber, wenn man mit dem Steuerberater einen Beratungsvertrag abgeschlossen hat. Zumindest wenn dieser auch regelt, wie eine Beendigung des Vertrages von statten zu gehen hat. Dabei ist es aber nicht zwingend notwendig, dass Sie konkrete Kündigungsfristen definiert haben. Dies müssen Sie im Zweifelsfall aber genau im Vertrag nachlesen, um rechtlich auf der sicheren Seite zu bleiben. Eine solche Kündigungsfrist müsste jedenfalls explizit im Vertrag ausgewiesen sein – ein allgemeiner Hinweis auf die AGBs reicht dafür nicht. 

Sollte eine Kündigungsfrist im Vertrag definiert worden sein, dann können Sie eine fristlose Kündigung nur dann geltend machen, wenn ein valider Grund dafür vorliegt. Ein Beispiel für einen solchen Grund wäre eine folgenschwere Fehlberatung.

Den richtigen Steuerberater zu finden, kann schwierig sein. Sie sollten darauf achten, dass klar ist, welche Leistungen der Steuerberater übernimmt. Auch das Honorar muss für Sie klar, transparent und nachvollziehbar sein.

Wenn Sie keine Lust haben, sich auf eine langwierige Suche nach dem richtigen Steuerberater zu begeben, dann werfen Sie doch einen Blick auf unsere Partner-Kanzleien. In Kombination mit unserer Buchhaltungssoftware werden die Leistungen der Steuerberatung effizient integriert. 

Der richtige Zeitpunkt den Steuerberater zu wechseln 

Natürlich ist auch der Steuerberater-Wechsel auch eine Frage des Timings: Man sollte jedenfalls nichts überstürzen, sondern den richtigen Zeitpunkt abwarten. 

Wenn der derzeitige Steuerberater beispielsweise noch mit der Steuererklärung oder den unternehmensinternen Bilanzen zu tun hat, kann er dafür noch ein Honorar verlangen. Auch wenn er bereits mit der Kündigung konfrontiert ist. Im schlimmsten Fall muss dann für dieselbe Arbeit zwei Mal gezahlt werden: Wenn der neue Steuerberater die alten Arbeiten kontrolliert und seine Zeit investiert. 

Zurückbehaltungsrecht  

Laut der Wirtschaftskammer Österreich kann ein Steuerberater nicht nur ein Honorar für bereits erbrachte Leistungen einfordern, sondern er hat auch Anspruch auf Ersatz seiner Auslagen von seinem Mandanten. Er kann beispielsweise mit der Firma vereinbarte Vorschüsse verlangen. Das bedeutet, dass er nicht in Vorleistung treten muss. Außerdem kann der Steuerberater von dem berufsrechtlichen Zurückbehaltungsrecht Gebrauch machen, wenn seine Honorarnoten für erbrachten Leistungen nicht bezahlt werden. Laut der WKO hat er das Recht, “die Auslieferung des vereinbarten Leistungsergebnisses (z.B. Bilanz) von der vollen Befriedigung seiner Ansprüche abhängig machen, d.h. seine Werkleistung (z.B. Bilanz, Jahresabschluss, Steuererklärung) bis zur vollständigen Bezahlung” zurückzuhalten. 

 

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3 Gründe um den Steuerberater zu wechseln 

Intransparente Rechnungslegung ist eine der Missstände, die Kunden nicht mehr gewillt sind, hinzunehmen. Die Folge ist, dass man seinen Steuerberater kündigen möchte. Die Steuerberatungsbranche muss sich wandeln, wenn sie Kunden nicht an andere Konkurrenten verlieren möchte. Doch was sind die häufigsten Gründe, warum Unternehmen sich dazu entschließen, ihren Steuerberater zu wechseln? Vielleicht sind Sie mit einem der folgenden drei Gründe vertraut:

1. Hohe Kosten

Viele Steuerberater haben intransparente Kostenstaffelungen und “überraschen” ihre Kunden oft nach dem Jahresabschluss mit hohen Abrechnungen. Wenn das Preis-/Leistungsverhältnis nicht stimmt, ist die Wechselbereitschaft bei vielen Unternehmen hoch. Sie schauen sich aktiv nach Alternativen um. Informieren Sie sich hier über Steuerberater Kosten, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden und überhöhte Honorare sofort zu erkennen.

Unser Praxistipp: libraconsult ist eine moderne Steuerberatungskanzlei, die Ihnen ein transparentes und nachvollziehbares Honorar für ihre Leistungen bietet.

2. Schlechte Beratung

Ein häufiger Grund für Unzufriedenheit mit dem Steuerberater ist eine fehlende Beratung. Auch wenn der Steuerberater ansonsten pflichtbewusst seinen Aufgaben nachkommt, kann fehlende Beratung immense negative Folgen haben. Viele Unternehmer wünschen sich eine proaktive Einstellung, wenn es um die Betreuung ihrer Finanzen geht. Vor allem im Bereich von Einsparungs- und Optimierungspotenzialen sollte man sich Hilfestellungen von einem guten Steuerberater erwarten können. Ist diese nicht gegeben, wird ein Wechsel wahrscheinlicher. 

3. Analoge Arbeitsweise

Sie schicken Ihrem Steuerberater nach wie vor Belege per Boten? Die Zeiten der Zettelwirtschaft sind vorbei. Wenn Ihr Steuerberater seine Buchhaltungsservices noch nicht digitalisiert hat, dann profitieren Sie besonders stark von einem Wechsel zu einem modernen Serviceanbieter. Denn dann gibt es die Möglichkeit, dass Sie Ihr firmeninternes Buchhaltungssystem mit dem des Steuerberaters synchronisieren können. Dadurch können Sie in Echtzeit wichtige Daten übermitteln. Dadurch sparen Sie Kosten und Zeit, und können Ihre Buchhaltung zu einem strategischen Controlling weiterentwickeln. Bei einem Steuerberater-Wechsel sollten Sie darauf achten, dass eine digitale Datenübergabe kein Problem ist – sondern Standard.

Tipps beim Steuerberater-Wechsel 

Wenn Sie mit Ihrem Steuerberater unzufrieden sind, zögern Sie nicht, andere Dienstleister in Betracht zu ziehen. Wir haben einige Tipps & Tricks aus der Unternehmenspraxis, wie Ihr Wechsel zu einem neuen Steuerberater zu Ihrer Zufriedenheit gelingt. 

  • Wechseln Sie, bevor Ihr jetziger Steuerberater mit den Arbeiten für den Jahresabschluss beginnt. So kann der neue Steuerberater die bisherigen Arbeiten überprüfen und mit Ihnen die aktuelle finanzielle Situation Ihres Unternehmens feststellen. 
  • Fokussieren Sie sich bei einem Wechsel nicht nur auf die klassische Buchhaltung. Besser, Sie evaluieren neue Serviceangebote, die auch eine strategische Beratung und Weiterentwicklung Ihres Controllings umfassen.
  • Sie müssen nicht Ihr gesamtes Finanzmanagement und Steuerwesen an einen neuen Dienstleister übertragen. In manchen Fällen bietet es sich an, dass der Steuerberater ausgewählte und komplexe Themenschwerpunkte auch weiterhin betreut. Sie können auch lediglich die operative Buchhaltung aus Kostengründen neu organisieren. 
  • Wenn Sie Ihren Steuerberater wechseln, dann führt heute kein Weg mehr an einer digitalen Steuerberatungskanzlei, wie beispielsweise libraconsult, vorbei. Andernfalls werden Sie in absehbarer Zeit Ihre Buchhaltungsstrukturen erneut anpassen müssen. Vor allem beim Steuerberater wechseln Österreich, kann unsere Liste mit Partnerkanzleien für Sie sehr hilfreich sein.

Das sollte ein Steuerberater können

Mit der Digitalisierung verändert sich auch das Berufsbild des Steuerberaters bzw. des Buchhalters. Vieles, was früher handschriftlich und auf Papier erledigt worden ist, kann mittlerweile in selbstlernende Systeme eingespeist werden. Zwar sind die Grundkompetenzen von Buchhalter, Steuerberater und Co. noch immer gefragt, aber sie weiten sich zunehmend auch aus: So zeigt eine Langzeitstudie der FH Oberösterreich, dass Zusatzkompetenzen im Bereich IT für Steuerberater und Buchhalter von Vorteil sind – diese sind aber nicht im Steuerberatergesetz festgelegt.
Dieses Ergebnis kann man nicht zuletzt damit begründen, dass immer öfter Software Roboter, sogenannte „Bots“, zum Einsatz kommen und auch die EPR-Systeme sich ständig weiterentwickeln und dadurch viele Tätigkeiten automatisiert werden können.
Gerade hier zeigen ausgereifte Buchhaltungsprogramme ihren großen Vorteil, da diese eine solche Automatisierung nutzen und den Steuerberater oder Buchhalter entlasten können. Dadurch werden Kosten gespart und Automatisierungen im vollen Umfang ausgenutzt.

Übergabe der Steuerunterlagen 

Ein Steuerberater muss immer mit Daten aus den vergangenen Jahren arbeiten. Deshalb muss man auch bei einem Steuerberater-Wechsel die Unterlagen der vergangenen Jahre vom alten Steuerberater vorlegen. Diese Unterlagen müssen Sie im Vorfeld anfordern. Darunter befinden sich im Normalfall: Kontoauszüge, Bilanzen der vergangenen Jahre, Lohnabrechnungen des Personals und sonstige Belege. 

Bei der Übergabe der Steuerunterlagen müssen Sie auch noch offene Forderungen und Rechnungen angeben, natürlich mit den relevanten Belegen

Im Idealfall liegen diese Daten immer auch in elektronischer Form vor, soweit die Buchhaltung des Unternehmens bereits digitalisiert wurde. Das erleichtert Ihnen natürlich auch die Übergabe der Steuerunterlagen. Warum? Weil Ihr neuer Steuerberater sofort wichtige Daten, Belege und Unterlagen anfordern kann. In diesem Fall könnte es zu eventuellen Problemen kommen, wenn die Steuerberater unterschiedliche Programme nutzen, die miteinander nicht kompatibel sind. Solch ein Fall tritt aber sehr selten ein, vor allem, wenn Sie im Unternehmen bereits eine Buchhaltungssoftware nutzen und sowohl der alte als auch der neue Steuerberater mit diesem System arbeiten kann. Oft gibt es einen Pool an digitalen Partnerkanzleien, deren Leistungen vom Buchhaltungsprogramm bereits integriert werden und somit keine Switching Costs entstehen. 

Unser Praxistipp: Nutzen Sie die Vorteile einer modernen, digitalen Steuerberatungskanzlei. Achten Sie darauf, dass es Schnittstellen zu einer Buchhaltungssoftware gibt. Dadurch können Sie jederzeit eine solche Software implementieren, ohne dass Sie Probleme mit Ihrem Steuerberater bekommen.

Finanzamt informieren bei Steuerberater-Wechsel? 

Bei einem Wechsel des Steuerberaters sollte man das Finanzamt definitiv informieren. Nicht zuletzt deshalb, weil der Steuerberater die Vertretung seiner Klienten im steuerlichen Bereich übernimmt und somit auch die Kommunikation mit dem Finanzamt übernimmt. Wenn das Finanzamt vom Steuerberater-Wechsel nicht in Kenntnis gesetzt wird, wird das Finanzamt noch den alten Steuerberater kontaktieren. Das kann unter Umständen dazu führen, dass Sie Fristen verpassen, weil die entsprechende Korrespondenz nicht weitergeleitet wurde. 

Man kann aber auch mit dem neuen Steuerberater klären, dass dieser die Ummeldung beim Finanzamt übernimmt. Dadurch können sich jedoch Ihre Kosten erhöhen – deshalb sollte man sich jedenfalls darüber informieren, welche Leistungen in den Steuerberater Kosten inkludiert ist.

Ergänzung zum Steuerberater: Buchhaltungssoftware 

Je mehr ein Unternehmen wächst, desto mehr Belege müssen täglich abgeheftet, einsortiert und vorkontiert werden. Wenn man allein dafür eigens Mitarbeiter einstellen muss, dann spiegelt sich das natürlich auch in den Ausgaben des Unternehmens wider. 

Wenn sich ein Unternehmen oder jemand der selbstständig ist also diese Personalkosten, sowie auch die Kosten für einen eigenen Buchhalter sparen möchte, ist ein Buchhaltungsprogramm eine gute Wahl, das oft auch externe Buchhalter on-demand zur Verfügung stellt. Gute Buchhaltungssysteme vereinfachen für Sie die Buchhaltung, erstellen übersichtliche Dashboards und erledigen bereits automatisch die Vorkontierung. Wenn Sie sich über die unterschiedlichen Programme informieren wollen, schauen Sie sich unseren großen Buchhaltungssoftware Vergleich an – und finden Sie das perfekte Buchhaltungsprogramm für Ihr Unternehmen. 

Oder testen Sie einfach gratis und unverbindlich unsere Buchhaltungssoftware domonda – Alle Belegerfassungs- und Buchhaltungsfunktionen inkludiert und manuelle Buchhaltung, Controlling und Steuerberatung flexibel zubuchbar. Überzeugen Sie sich gleich selbst! 

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Wenn Sie Ihren Steuerberater demnächst wechseln wollen, empfehlen wir Ihnen einen Blick auf domonda zu werfen. Unsere digitale Finanzplattform sorgt für mehr Autonomie bei der vorbereitenden Buchhaltung und ermöglicht erhebliche Kostenvorteile.

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Über den Autor

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Stefan Spiegel

Stefan ist Chief Financial Officer bei domonda und Geschäftsführer bei der domonda-eigenen Steuerberatung libraconsult. Durch seine Erfahrung als Steuerberater und Unternehmer leitet er die Digitalisierung der Buchhaltung und Finanzabteilung mit direktem Praxisbezug.

Zuletzt aktualisiert am 4. November 2022

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