Steuerberater wechseln 2020 [Leitfaden, Tipps & Alternative]

Sie sind unzufrieden mit Ihrem Steuerberater? Dann sollten Sie einen Steuerberater-Wechsel in Betracht ziehen. Hier erfahren Sie, welche Kosten auf Sie zukommen, ob an eine Kündigungsfrist einzuhalten hat und welche Alternativen zu einem Steuerberater es gibt.
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Inhaltsverzeichnis

Das Kalenderjahr neigt sich dem Ende zu und der letzte Jahresabschluss liegt für viele Unternehmen noch gar nicht lange zurück. Tatsächlich ist die Unzufriedenheit mit dem Steuerberater keine Seltenheit. Früher wurde ein Wechsel oft gemieden oder jahrelang hinausgezögert. Denn ein Steuerberater-Wechsel war oft mit viel Mühe verbunden – und das ohne Garantie auf echte Verbesserung. 

Mittlerweile hat sich das Blatt aber gewendet, nicht zuletzt aufgrund neuer Möglichkeiten des Steuerberater-Vergleichs. Auch die Digitalisierung trägt zu einer höheren Transparenz von Buchhaltungsservices bei und vereinfacht zudem den Prozess beim Wechsel des Steuerberaters.  

Wenn Sie vorhaben, Ihren Steuerberater zu wechseln, dann können Sie sich hier über die wichtigsten Dinge informieren: Angefangen von den Kosten des Wechselns, der Kündigungsfrist, was der beste Zeitpunkt für einen Steuerberater-Wechsel ist und welche Steuerunterlagen übergeben werden müssen. Manchmal ist es durchaus auch ratsam, nicht nach einem anderen Steuerberater zu suchen, sondern sich die Alternativen dazu anzusehen und somit Kosten zu reduzieren. 

Steuerberater wechseln Kosten 

Wenn man seinen Steuerberater zum falschen Zeitpunkt kündigt, kann es durchaus zu Mehrkosten kommen. Es gibt zwar keine Abfindung für den Steuerberater oder ähnliches, aber es kann durchaus sein, dass man “doppelt zahlt”. Damit ist gemeint, dass das Unternehmen eventuell für noch erbrachte Leistungen des alten Steuerberaters zahlen muss, die dann aber vom neuen Steuerberater wiederholt werden müssen. Wenn man aber den richtigen Zeitpunkt für die Kündigung wählt, dieser wird im Folgenden noch genauer beschrieben, kann man seinen Steuerberater, ohne spezifische Gründe zu nennen, kündigen und zu einem anderen wechseln. 

Kündigungsfrist beim Steuerberater-Wechsel 

Eine gesetzliche Kündigungsfrist für Steuerberater gibt es im Grunde nicht. Die rechtliche Situation ändert sich aber, wenn man mit dem Steuerberater einen Beratungsvertrag abgeschlossen hat, der auch regelt, wie eine Beendigung des Vertrages von statten zu gehen hat. Dabei ist es aber nicht zwingend notwendig, dass konkrete Kündigungsfristen definiert wurden. Dies gilt es aber im Zweifelsfall genau im Vertrag nachzulesen, um rechtlich auf der sicheren Seite zu bleiben. Eine solche Kündigungsfrist müsste jedenfalls explizit im Vertrag ausgewiesen sein – ein allgemeiner Hinweis auf die AGBs reicht dafür nicht. 

Sollte eine Kündigungsfrist im Vertrag definiert worden sein, dann kann eine fristlose Kündigung nur dann geltend gemacht werden, wenn ein dafür valider Grund vorliegt. Ein Beispiel für einen solchen Grund wäre eine folgenschwere Fehlberatung. 

Wenn Sie keine Lust haben, sich auf eine langwierige Suche nach dem richtigen Steuerberater zu begeben, dann werfen Sie doch einen Blick auf unsere Partner-Kanzleien. In Kombination mit unserer Buchhaltungssoftware werden die Leistungen der Steuerberatung effizient integriert. 

3 Gründe um den Steuerberater zu wechseln 

Intransparente Rechnungslegung ist eine der Missstände, die Kunden nicht mehr gewillt sind, hinzunehmen. Die Steuerberatungsbranche muss sich wandeln, wenn sie Kunden nicht an andere Konkurrenten verlieren möchte. Doch was sind die häufigsten Gründe, warum Unternehmen sich dazu entschließen, ihren Steuerberater zu wechseln? Vielleicht sind Sie mit einem der folgenden drei Gründe vertraut:

1. Hohe Kosten

Viele Steuerberater haben intransparente Kostenstaffelungen und “überraschen” ihre Kunden oft nach dem Jahresabschluss mit hohen Abrechnungen. Wenn das Preis-/ Leistungsverhältnis nicht stimmt, ist die Wechselbereitschaft bei vielen Unternehmen genügend stark ausgeprägt, um aktiv nach Alternativen zu suchen. Informieren Sie sich hier über Steuerberater Kosten, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden und überhöhte Honorare sofort zu erkennen.

2. Schlechte Beratung

Ein häufiger Grund für die Unzufriedenheit mit dem Steuerberater ist eine fehlende Beratung. Auch wenn der Steuerberater ansonsten pflichtbewusst seinen Aufgaben nachkommt, kann fehlende Beratung immense negative Folgen nach sich ziehen. Viele Unternehmer wünschen sich eine proaktive Einstellung, wenn es um die Betreuung ihrer Finanzen geht. Vor allem im Bereich von Einsparungs- und Optimierungspotenzialen sollte man sich Hilfestellungen von einem guten Steuerberater erwarten können. Ist diese nicht gegeben, wird ein Wechsel wahrscheinlicher. 

3. Analoge Arbeitsweise

Sie schicken Ihrem Steuerberater nach wie vor Belege per Boten? Die Zeiten der Zettelwirtschaft sind vorbei. Wenn Ihr Steuerberater seine Buchhaltungsservices noch nicht digitalisiert hat, dann profitieren Sie besonders stark von einem Wechsel zu einem modernen Serviceanbieter. Denn dann gibt es die Möglichkeit, dass das firmeninterne Buchhaltungssystem mit dem des Steuerberaters synchronisiert wird und somit in Echtzeit Daten übermittelt werden können. Dadurch sparen Sie Kosten und Zeit, und können Ihre Buchhaltung zu einem strategischen Controlling weiterentwickeln. 

Der richtige Zeitpunkt den Steuerberater zu wechseln 

Natürlich ist auch der Steuerberater-Wechsel eine Frage des Timings: Man sollte jedenfalls nichts überstürzen, sondern den richtigen Zeitpunkt abwarten. 

Wenn der derzeitige Steuerberater beispielsweise noch mit der Steuererklärung oder den unternehmensinternen Bilanzen zu tun hat, kann dieser durchaus dafür noch ein Honorar verlangen – auch wenn er bereits mit der Kündigung konfrontiert ist. Im schlimmsten Fall muss dann für dieselbe Arbeit zwei Mal gezahlt werden, wenn der neue Steuerberater die alten Arbeiten kontrolliert und seine Zeit investiert. 

Zurückbehaltungsrecht  

Laut der Wirtschaftskammer Österreich kann ein Steuerberater nicht nur ein Honorar für bereits erbrachte Leistungen einfordern, sondern er hat auch Anspruch auf Ersatz seiner Auslagen. Er kann beispielsweise mit dem Unternehmen vereinbarte Vorschüsse verlangen, was bedeutet, dass er nicht in Vorleistung treten muss. Außerdem kann der Steuerberater von dem berufsrechtlichen Zurückbehaltungsrecht Gebrauch machen, wenn seine Honorarnoten für erbrachten Leistungen nicht bezahlt werden. Laut der WKO hat er das Recht, “die Auslieferung des vereinbarten Leistungsergebnisses (z.B. Bilanz) von der vollen Befriedigung seiner Ansprüche abhängig machen, d.h. seine Werkleistung (z.B. Bilanz, Jahresabschluss, Steuererklärung) bis zur vollständigen Bezahlung” zurückzuhalten. 

Tipps beim Steuerberater-Wechsel 

Wenn Sie mit Ihrem Steuerberater unzufrieden sind, zögern Sie nicht, andere Dienstleister in Betracht zu ziehen. Wir haben einige Tipps & Tricks aus der Unternehmenspraxis, wie Ihr Wechsel zu einem neuen Steuerberater zu Ihrer Zufriedenheit gelingt. 

  • Wechseln Sie, bevor Ihr jetziger Steuerberater mit den Arbeiten für den Jahresabschluss beginnt. So kann der neue Steuerberater die bisherigen Arbeiten überprüfen und mit Ihnen die aktuelle finanzielle Situation Ihres Unternehmens feststellen. 
  • Fokussieren Sie bei einem Wechsel nicht nur auf die klassische Buchhaltung, wie Sie es bisher kannten, sondern evaluieren Sie neue Serviceangebote, die auch eine strategische Beratung und Weiterentwicklung Ihres Controllings umfassen. 
  • Sie müssen nicht Ihr gesamtes Finanzmanagement und Steuerwesen an einen neuen Dienstleister übertragen. In manchen Fällen bietet es sich an, dass der langjährige Steuerberater ausgewählte, komplexe und historisch gewachsene Themenschwerpunkte auch weiterhin betreut und lediglich die operative Buchhaltung aus Kostengründen neu organisiert wird. 
  • Wenn Sie Ihren Steuerberater wechseln, dann führt heute kein Weg mehr an einer digitalen Steuerberatungskanzlei vorbei. Andernfalls werden Sie in absehbarer Zeit Ihre Buchhaltungsstrukturen erneut anpassen müssen. 

Übergabe der Steuerunterlagen 

Ein Steuerberater muss immer mit Daten aus den vergangenen Jahren arbeiten. Deshalb muss man auch bei einem Steuerberater-Wechsel die Unterlagen der vergangenen Jahre vom alten Steuerberater vorliegen. Diese Unterlagen müssen im Vorfeld angefordert werden, darunter befinden sich im Normalfall: Kontoauszüge, Bilanzen der vergangenen Jahre, Lohnabrechnungen des Personals und sonstige Belege. 

Bei der Übergabe der Steuerunterlagen müssen auch noch offene Forderungen und Rechnungen angegeben werden, natürlich mit den relevanten Belegen

Im Idealfall liegen diese Daten immer auch in elektronischer Form vor, soweit die Buchhaltung des Unternehmens bereits digitalisiert wurde. Das erleichtert natürlich die Übergabe der Steuerunterlagen, denn die wichtigen Daten, Belege und Unterlagen können gleich durch den neuen Steuerberater angefordert werden. In diesem Fall könnte es zu eventuellen Problemen kommen, wenn die Steuerberater unterschiedliche Programme nutzen, die miteinander nicht kompatibel sind. Solch ein Fall tritt aber sehr selten ein, vor allem, wenn Sie im Unternehmen bereits eine Buchhaltungssoftware nutzen und sowohl der alte als auch der neue Steuerberater mit diesem System arbeiten können. Oft gibt es einen Pool an digitalen Partnerkanzleien, deren Leistungen vom Buchhaltungsprogramm bereits integriert werden und somit keine Switching Costs entstehen. 

Finanzamt informieren bei Steuerberater-Wechsel? 

Bei einem Wechsel des Steuerberaters sollte man das Finanzamt definitiv informieren. Nicht zuletzt deshalb, weil der Steuerberater die Vertretung seiner Klienten im steuerlichen Bereich übernimmt und somit auch die Kommunikation mit dem Finanzamt übernimmt. Wenn das Finanzamt vom Steuerberater-Wechsel nicht in Kenntnis gesetzt wird, wird das Finanzamt noch den alten Steuerberater kontaktieren. Das kann unter Umständen dazu führen, dass Fristen verpasst werden, weil die entsprechende Korrespondenz nicht weitergeleitet wurde. 

Man kann aber auch mit dem neuen Steuerberater klären, dass dieser die Ummeldung beim Finanzamt übernimmt. Das kann sich wiederum in den Kosten niederschlagen – deshalb sollte man sich jedenfalls darüber informieren, welche Leistungen in den Steuerberater Kosten inkludiert ist.

Ergänzung zum Steuerberater: Buchhaltungssoftware 

Je mehr ein Unternehmen wächst, desto mehr Belege müssen täglich abgeheftet, einsortiert und vorkontiert werden. Wenn man allein dafür eigens Mitarbeiter einstellen muss, dann spiegelt sich das natürlich auch in den Ausgaben des Unternehmens wider. 

Wenn sich ein Unternehmen also diese Personalkosten, sowie auch die Kosten für einen eigenen Buchhalter sparen möchte, ist ein Buchhaltungsprogramm eine gute Wahl, das oft auch externe Buchhalter on-demand zur Verfügung stellt. Gute Buchhaltungssysteme vereinfachen die Buchhaltung, erstellen übersichtliche Dashboards und erledigen bereits automatisch die Vorkontierung. Wenn Sie sich über die unterschiedlichen Programme informieren wollen, schauen Sie sich unseren großen Buchhaltungssoftware Vergleich an – und finden Sie das perfekte Buchhaltungsprogramm für Ihr Unternehmen. 

Oder testen Sie einfach gratis und unverbindlich unsere Buchhaltungssoftware domonda – Alle Belegerfassungs- und Buchhaltungsfunktionen inkludiert und manuelle Buchhaltung, Controlling und Steuerberatung flexibel zubuchbar. Überzeugen Sie sich gleich selbst! 

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Über den Autor

Stefan Spiegel

Stefan Spiegel

Stefan ist Chief Financial Officer bei domonda und Geschäftsführer bei der domonda-eigenen Steuerberatung libraconsult. Durch seine Erfahrung als Steuerberater und Unternehmer leitet er die Digitalisierung der Buchhaltung und Finanzabteilung mit direktem Praxisbezug.

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