Finanzplan erstellen & richtig strukturieren [Guide 2021]

Pläne schmieden fürs Unternehmen

Inhaltsverzeichnis

Für Unternehmen und Selbstständige ist der Finanzplan neben dem Businessplan einer der wichtigsten Pläne, die es zu schmieden gilt. Denn mithilfe des Finanzplans zeigt man die aktuelle oder zukünftige finanzielle Situation des Unternehmens. Das ist vor allem dann wichtig, wenn man Investoren überzeugen oder von Banken einen Kredit aufnehmen möchte. Hier erfahren Sie, was genau man unter einem Finanzplan versteht, was dieser beinhaltet und auf welche Fallen Sie beim Finanzplan erstellen unbedingt achten sollten.

Definition: Was ist ein Finanzplan?

Der Finanzplan ist Teil des Businessplans und stellt sozusagen dessen Herzstück dar. Denn mithilfe des Finanzplans kann die Unternehmensentwicklung in Zahlen dargestellt werden. Vor allem Gründer und Startups wissen, wie wichtig ein guter Finanzplan ist, denn damit können Investoren entweder gewonnen oder verloren werden.

Ein solcher Plan ist aber auch dafür da, um den Unternehmern und Selbstständigen selbst einen Eindruck zu vermitteln, mit wie viel Kapital letzten Endes zu rechnen ist. Aber auch um zu zeigen, ob sich die Unternehmung überhaupt lohnt bzw. ob man am Jahresende überhaupt noch liquide ist. Hier kann Sie auch eine Cash-Flow-Rechnung dabei unterstützen, Ihre Liquidität zu prüfen.

Einerseits dient der Finanzplan also dazu, Investoren und Banken zu überzeugen. Aber er ist auch ein Instrument auch zur Kontrolle, damit Sie Ihren Erfolg im Auge behalten können. Denn mithilfe eines Finanzplans kann man schnell Risiken im finanziellen Gebiet erkennen und frühzeitig etwas dagegen unternehmen.

Wofür benötigt man einen Finanzplan?

Wenn Sie Geld benötigen (etwa für die Gründung selbst, oder für größere Investitionen), müssen Sie den Banken oder Investoren einen Finanzplan vorlegen können. Anhand der dort aufscheinenden Zahlen entscheidet sich dann, ob ein Kredit bewilligt wird oder nicht. Bzw. ob Investoren in Ihr Vorhaben investieren werden.

So könnte man den Finanzplan als eine Art „Erfolgsfaktor“ für Ihr Vorhaben sehen: Denn nur wenn es sich bei dem Plan um ein ausgereiftes und gut strukturiertes Dokument handelt, hat man überhaupt erst die Chance, dass Investoren zu sagen, oder die Bank einen Kredit bewilligt.

Aber der Plan ist nicht nur für externe Positionen wichtig, sondern bildet außerdem ein nützliches Tool, um die Entwicklung Ihres Unternehmens im Blick zu behalten. Mithilfe des Finanzplans können eventuelle Risiken, die auf Ihr Unternehmen zukommen, schnell erkannt und frühzeitig etwas dagegen unternommen werden.

Unser Praxistipp: Digitalen Finanzworkflows und eine automatisierte Belegverarbeitung verhilft Ihnen zu einem tagesaktuellen Überblick über Ihre Finanzen.  Dadurch können Sie auch hier bereits im Vorfeld eventuelle Risiken & offene Posten erkennen.

Natürlich handelt es sich bei den Zahlen im Finanzplan in erster Linie um Prognosen, denn die Zukunft ist nicht in Stein gemeißelt. Aber dennoch geben sie einen Einblick in die finanzielle Lage des Unternehmens und unterstützen Sie dabei, den Überblick zu behalten. 

Einen Leitfaden für Jungunternehmer, die noch vor der Gründung stehen, finden Sie auf der hier.

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Aufbau: Das beinhaltet ein Finanzplan

Leider gibt es keine goldene Formel, mit welcher ein Finanzplan erstellt werden kann. Jedenfalls müssen die unterschiedlichsten Kosten, die in Ihrem Unternehmen anfallen, evaluiert, eventuelle Investitionen miteinberechnet werden. Außerdem muss sowohl die Liquidität und der Kapitalbedarf bedacht werden.

Folgende 8 Schritte bieten Ihnen eine Gliederung, um Ihren Finanzplan erstellen zu können. Einfach und ohne dabei einen wichtigen Punkt zu vergessen.

  • Umsatzplanung

    Darunter versteht man die Aufstellung von Umsatz und Einnahmen. Folgende Frage gilt es zu beantworten: Welcher Umsatz wird erwartet (in den kommenden Jahren)?

  • Variable Kosten oder umsatzabhängige Kosten

    Diese Kosten sind abhängig davon, wie viel Umsatz generiert werden kann. Fragen Sie sich: Welche Kosten hängen direkt mit den Einnahmen zusammen?

  • Laufende Kosten

    Das sind all jene Kosten, die immer anfallen, wie z B Löhne und Gehälter, Miete, etc. Machen Sie in Ihrem Finanzplan eine Auflistung aller Betriebskosten.

  • Kosten der Gründung

    Darunter fallen alle Kosten, die einmalig im Zusammenhang mit der Gründung des Unternehmens zusammenhängen. Machen Sie eine Auflistung davon. (beispielsweise Anschaffung von Fahrzeugen, Kaution, etc.)

  • Investitionen

    Hier stellt sich die Frage: Welche Investitionen wurden bereits getätigt? Worin wurde investiert?

  • Bedarf an Kapital: Liquidität

    Mit „Liquidität“ oder Cash Flow wird die Menge an Eigenkapital bezeichnet, welche dem Unternehmen aktuell zur Verfügung steht. Bei diesem Punkt gilt es zu evaluieren, wie viel Kapital zur Verfügung steht und wie viel noch benötigt wird.

  • Finanzierungsplan

    Ein Finanzierungsplan ist eine Gliederung aller Anschaffungskosten sowie Nebenkosten, die man benötigt, um den Kapitalbedarf einer Investition vollständig decken zu können. Hier werden auch Finanzierungsrisiken evaluiert.

  • Rentabilitätsrechnung

    Damit wird folgende Frage beantwortet: Wie lange dauert es, bis Kredite zurückbezahlt werden können? Ab welchem Zeitpunkt rentiert sich das Geschäftsvorhaben tatsächlich?

Grundsätzlich sollte ein Finanzplan in etwa 3 Jahre in die Zukunft vorausplanen. Alles, was den Zeitraum von 5 Jahren überschreitet wird ungenau und ist deshalb auch nicht vertrauenswürdig.

Fokus im Finanzplan

Wenn Sie einen Finanzplan aufstellen, sollten Sie eines auch immer im Hinterkopf behalten: Der Plan soll Banken und Investoren überzeugen, deshalb sollten auch deren wesentlichen Fragen beantwortet werden. Und zwar einfach ersichtlich im Plan selbst.

Für Banken und Investoren ist es z B wichtig zu wissen, für welchen Zeitraum die zu erwartenden Gewinne berechnet wurden. Also bis wann mit dem Gewinn laut Plan zu rechnen ist. Zudem liegt meist ein Interesse daran, wie viel Geld bereits in die Unternehmung investiert wurde und wie rentabel sie tatsächlich ist.

Unser Praxistipp: Mithilfe digitaler Finanzworkflows können Sie Ihre komplexen Finanz-Prozesse übersichtlich darstellen und strukturieren. Und mithilfe der richtigen Struktur behalten Sie auch den Überblick über Ihre Finanzen. Somit sparen Sie sich Zeit bei Ihrer Finanzplanung.

Finanzplanung mit digitaler Unterstützung

Es kann durchaus sein, dass man nach der Berechnung der einzelnen Posten im Finanzplan nicht auf den Gewinn kommt, den man eigentlich erwartet hätte. Das muss nicht unbedingt an der Idee selbst liegen, sondern unter Umständen auch am Konzept. Auch dafür ist ein Finanzplan nützlich: Er zeigt Schwächen im eigenen Konzept frühzeitig auf, die oftmals schnell behoben werden können.

Um den Finanzplan auch fehlerfrei berechnen zu können, sollte er auf jeden Fall sinnvoll strukturiert und schrittweise aufgebaut werden. Excel ist ein Programm, womit man schnell Berechnungen durchführen kann – außerdem existieren bereits Vorlagen für die einzelnen Schritte im Internet, die im Excel-Format downloadbar sind.

Abgesehen von Excel gibt es auch spezielle Programme, die sich nur auf die Erstellung eines Businessplans spezialisiert haben. Zum Beispiel „Plan4You“, das außerdem auch kostenlos genutzt werden kann. Zudem gibt es eine weitere Alternative zu Excel: Unsere Partner Adam und vScore bieten Controlling as a Service an und können Sie dabei unterstützen, Ihre Finanzpläne erfolgreich zu erstellen.

Buchhaltungsprogramm zur Unterstützung bei der Finanzplanung

Eine nachhaltige Investition kann hier zusätzlich ein Buchhaltungsprogramm sein. Wenn Sie Ihre Finanzen bereits digital verwalten, kann ein gutes Buchhaltungsprogramm Sie dabei unterstützen, Ihre Buchhaltung zu automatisieren. Zusätzlich behalten Sie den Überblick über den finanziellen Status Ihres Unternehmens.

Mit domonda haben Sie nicht ein übersichtliches Finanz-Dashboard, das Sie täglich mit den aktuellen Zahlen Ihres Unternehmens versorgt. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Ihre Bank an die Software anzubinden, um Ihre Zahlungen effizient abwickeln zu können.

Auf den tagesaktuellen Zahlen, die Ihnen domonda liefert, können Sie dann Ihre Finanzplanung aufbauen und den Finanzplan auch für die kommenden Geschäftsjahre schnell und effizient berechnen.

Diese 5 Fehler sollten Sie vermeiden

Ein Finanzplan ist nichts, was sich so nebenbei erledigen lässt. Vor allem beim ersten Mal braucht es viel Konzentration. Wenn man nicht auf tagesaktuelle Zahlen und Offene-Posten zugreifen kann, muss man zusätzlich Zeit aufwenden, um die benötigten Zahlen und Fakten zu bekommen.

Wenn man bei der Erstellung des Finanzplans zu unbedacht vorgeht, kann es sein, dass man in Fallen tappt, die sich leicht verhindern lassen. Wir zeigen Ihnen, auf welche Fallen Sie beim Erstellen Ihres Finanzplans achten sollten.

Unrealistische Planung

Mit einem idealen Szenario zu arbeitet bringt weder den Investoren noch Ihnen selbst etwas. Den Kapitalbedarf so gering wie irgend möglich zu halten mag zwar auf dem Papier gut aussehen, bringt aber in der Realität nicht viel. Gerade Gründer überschätzen häufig die Kosten, die beispielsweise bei Unternehmenswachstum anfallen können.   

Zu wenig Puffer

Vor allem beim ersten Finanzplan ist es schwer, mit den richtigen Zahlen zu rechnen, da noch keine Erfahrungswerte vorhanden sind. Bei den meisten Zahlen handelt es sich also tatsächlich Prognosen und Schätzungen. Deshalb ist es wichtig, immer einen Puffer einzurechnen, zwischen 10 und 20 % ist hier ein guter Wert. Dadurch bleibt man auch zahlungsfähig, wenn das Geschäft einmal nicht so gut läuft.

Steuern nicht eingerechnet

Die Steuerlast nicht richtig einzukalkulieren ist ein beliebter und gängiger Fehler bei der Erstellung des Finanzplans. Die Steuerlast für ein junges Unternehmen wird im zweiten Jahr wahrscheinlich höher ausfallen, wenn es die erwarteten Gewinne tatsächlich erreicht.
Deshalb ist es wichtig zu beachten, dass die Steuerabgaben anhand der
Wachstumsprognose berechnet werden. Hier können Steuerberater eine gute Unterstützung sein, schließlich handelt es sich um ihr Fachgebiet. Falls Sie noch auf der Suche nach dem passenden Steuerberater sind, schauen Sie sich bei unseren Partner-Kanzleien um. Dort ist sicher der richtige für Sie dabei.

Zahlen können nicht belegt werden

Auch wenn man noch nie einen Finanzplan erstellt hat, darf man die Zahlen nicht einfach aus dem Bauch heraus schätzen. Das kann nach hinten losgehen, wenn Banken oder Investoren Belege für die verwendeten Zahlen haben wollen.

Deshalb ist es wichtig, im Vorfeld gründlich zu recherchieren und vertrauenswürdige Quellen zu finden, welche dann auch im Finanzplan aufscheinen können. Dadurch entsteht für Investoren und Banken ein positives Bild und gibt dem Finanzplan eine bessere Aussagekraft.

Man kennt den eigenen Finanzplan nicht

Es ist ein Fauxpas, wenn man mit Investoren spricht, aber die Zahlen fürs eigene Vorhaben nicht kennt. Wenn man jemanden von seinem Unternehmen überzeugen möchte, muss man es auch so verkaufen, dass es glaubwürdig ist. Deshalb sollten Sie vor einer Präsentation vor Investoren oder beim Besuch in der Bank Ihre Zahlen im Schlaf kennen. 

Einen Finanzplan zu erstellen, bedeutet, dass man viel Zeit investieren muss, damit das Ergebnis stimmt. Mithilfe von spezieller Software oder Excel-Tabelle kann die Berechnung der Zahlen erleichtert werden.
Weiters können Sie die Hilfe unserer
Partner-Services Adam und vScore in Anspruch nehmen, die für solche Fälle die Expertise aus langjähriger Begleitung bei Finanzplanung einbringen können.

Und mit der richtigen Buchhaltungssoftware bleiben Sie Up-To-Date was Ihre finanzielle Situation betrifft. Sie können sogar mit tagesaktuellen Zahlen arbeiten.

Worauf warten Sie? Testen Sie domonda einfach & unkompliziert kostenlos oder lassen sich von einem unserer Experten beraten.

Über den Autor

Mathias Kimpl
Mathias Kimpl

Mathias ist Geschäftsführer von domonda und verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung als Unternehmer im Tech- und Marketingumfeld. Die virtuelle Finanzabteilung erfolgreich in KMUs zu etablieren ist seine Mission.

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